Kognitive Therapie

Die Kognitive Therapie wurde vor über 30 Jahren von dem amerikanischen Psychiater Anton Beck entwickelt. Sie basiert auf der Annahme, dass unsere Bewertung (Kognitionen) einer Situation unsere Gefühle und unser Verhalten in dieser Situation beeinflussen.

Diese Bewertung läuft meistens automatisch ab, ohne dass uns der Prozess bewusst zugänglich ist. Zu Störungen kommt es dann, wenn die Bewertungen ungünstig verzerrt sind.

Solche Bewertungen laufen oft gewohnheitsmäßig ab und ohne Überprüfung auf ihre Richtigkeit. Nehmen wir einmal an, Sie haben gerade eine Arbeit beendet. Wenn Sie denken: „Das ist mir großartig gelungen.“ werden Sie sich stolz und zufrieden fühlen. Denken Sie hingegen: „Ich habe bestimmt viele Fehler gemacht. Ich werde mich damit blamieren.“ werden Sie sich unsicher und unzufrieden fühlen.

Das Ziel der Kognitiven Therapie ist es, negative, verzerrte Bewertungen durch positivere Bewertungen zu ersetzen. Dazu ist es nötig, sich die automatischen Bewertungen bewusst zu machen, ihre Entstehung zu verstehen und zu überprüfen, wie angemessen sie tatsächlich sind.

So lernen Sie zu erkennen, wo und wodurch Sie sich bei der Verwirklichung Ihrer Ziele im Wege stehen. Sie lernen, die in der Therapie gewonnenen Einsichten in für Sie fruchtbares Handeln umzusetzen.

Die Kognitive Therapie wird häufig im Rahmen einer Verhaltenstherapie eingesetzt.